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Aglianico
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Aglianico ist eine renommierte Rotweinrebsorte aus Italien, die vor allem in Süditalien, insbesondere in den Regionen Kampanien und Basilikata, heimisch ist. Diese Traubensorte erzeugt kräftige und komplexe Rotweine, die für ihre Tiefgründigkeit, Struktur und Finesse bekannt sind. Die Aglianico-Traube ist berühmt für ihre dicken Schalen und ihre späte Reife, was dazu beiträgt, Weine mit reifen Tanninen und einem beeindruckenden Alterungspotenzial zu produzieren. Die Weine, die aus Aglianico hergestellt werden, bieten oft Aromen von dunklen Früchten, Gewürzen und einer charakteristischen Säure, die ihnen eine bemerkenswerte Frische verleiht. Aglianico-Weine, wie zum Beispiel der Aglianico Taurasi aus Kampanien oder der Aglianico del Vulture aus der Basilikata, sind in der Welt des italienischen Weins hoch geschätzt und gehören zu den besten Rotweinen, die Italien zu bieten hat.
Rebsorte Aglianico
Der Aglianico, eine der edelsten Rotweinsorten Italiens, hat sich im Laufe der Jahrhunderte durch seine Einzigartigkeit und Qualität einen Namen gemacht. Dieser Artikel beleuchtet die facettenreiche Welt dieser beeindruckenden Rebsorte. Aglianico ist eine Rebsorte von außergewöhnlichem Prestige und Charakter. Sie hat eine lange Geschichte, die bis ins antike Griechenland zurückreicht. Die Trauben dieser Rebsorte ergeben tiefgründige, komplexe Weine von bemerkenswerter Intensität und Eleganz.
Herkunft und Geschichte
Die Geschichte des Aglianico ist so faszinierend wie seine Weine. Seine Ursprünge reichen bis in die Antike zurück, als die Griechen im 7. oder 8. Jahrhundert v. Chr. diese Rebsorte nach Italien brachten. Der Name "Aglianico" leitet sich möglicherweise von "Hellenica" ab, was auf den griechischen Ursprung hinweist. Im Laufe der Jahrhunderte etablierte sich die Rebsorte vor allem in den Regionen Kampanien und Basilikata, wo sie bis heute eine wichtige Rolle in der Weinproduktion spielt. Schon die Römer schätzten die Weine aus Aglianico-Trauben. Sie nannten sie "Vitis Hellenica", was "griechischer Wein" bedeutet. Die besondere Qualität dieser Weine war schon damals offensichtlich.
Anbauregionen und Verbreitung
Aglianico, eine der edelsten Rotweinsorten Italiens, hat in verschiedenen Regionen des Landes ihre Heimat gefunden. Jede Region bringt ihren eigenen, unverwechselbaren Charakter in die Weine ein und macht Aglianico zu einer faszinierenden Rebsorte, die die Vielfalt Italiens widerspiegelt. Hier einige der wichtigsten Anbaugebiete:
- Kampanien: Die Region Kampanien ist zweifellos das Herz des Aglianico-Anbaus. Hier, in der Provinz Avellino, gedeihen die Trauben auf Hügeln und vulkanischen Böden, die ideale Bedingungen für den Anbau bieten. Die bekannteste Appellation ist Taurasi, wo einige der besten Aglianico-Weine erzeugt werden.
- Basilikata: Die Region Basilikata, vor allem rund um den majestätischen Vulkan Vulture, ist ein weiteres Zentrum des Aglianico. Die Böden sind vulkanischen Ursprungs und das Klima ist ideal für den Anbau dieser Rebsorte. Die hier produzierten Weine tragen das Prestige des Aglianico del Vulture.
- Molise und Apulien: Obwohl nicht so bekannt wie Kampanien und die Basilikata, spielen auch Molise und Apulien eine Rolle im Aglianico-Anbau. In diesen Regionen gibt es einige Winzer, die die Tradition dieser Rebsorte am Leben erhalten und Weine von hoher Qualität erzeugen.
Diese unterschiedlichen Anbaugebiete verleihen den Aglianico-Weinen eine breite Palette an Aromen und Geschmacksprofilen, die von subtil bis ausdrucksstark reichen. Dies unterstreicht die Vielseitigkeit und Faszination dieser außergewöhnlichen Rebsorte.
Ausbauart von Aglianico
Die meisten Aglianico-Weine werden in Eichenfässern ausgebaut, wobei sowohl französische als auch slawonische Eichenfässer verwendet werden. Dieser Ausbau verleiht den Weinen eine charakteristische Farbtiefe und komplexe Aromen von Vanille, Gewürzen und geröstetem Holz. Die Dauer des Ausbaus kann variieren, beträgt aber häufig 12 bis 24 Monate für die Grundweine und bis zu 5 Jahre oder mehr für die Riserva-Weine. Dies ermöglicht eine sanfte Reifung und Entwicklung der Tannine. Einige modernere Produzenten experimentieren jedoch mit Stahltanks, um den fruchtigen Charakter der Aglianico-Traube hervorzuheben. Diese Weine sind oft frischer und fruchtiger und können jünger getrunken werden. Die Wahl des Ausbaus und der Reifezeit hängt oft von den Zielen des Winzers ab. Wer elegante, fruchtbetonte Weine anstrebt, wird den Stahltank bevorzugen, wer komplexere, lagerfähige Weine erzeugen will, wird sich für das Eichenholzfass entscheiden. Unabhängig von der gewählten Methode ist der Ausbau entscheidend dafür, dass die Aglianico-Weine ihre volle Pracht und ihren Charakter entfalten können.
Besonderheiten der Aglianico Rebsorte
Der Aglianico zeichnet sich durch einige bemerkenswerte Eigenschaften aus, die seine Einzigartigkeit in der Weinwelt unterstreichen. Eines der auffälligsten Merkmale ist die späte Reife, die eine Lese oft bis in den November hinein ermöglicht. Dies verleiht den Trauben eine außergewöhnliche Tanninstruktur und ermöglicht eine lange Reifezeit in der Flasche. Die Böden, auf denen der Aglianico wächst, sind oft vulkanischen Ursprungs. Dies verleiht den Weinen eine bemerkenswerte Mineralität und zusätzliche Tiefe. Aglianico-Weine sind für ihre Alterungsfähigkeit bekannt und reifen nicht selten über Jahrzehnte in der Flasche, wobei sie an Komplexität und Eleganz gewinnen. Diese Rebsorte verkörpert somit das Erbe und die Authentizität des italienischen Weinbaus in seiner besten Form.
Charakteristik, Duft & Geschmack
Aglianico-Weine sind bekannt für ihre tief rubinrote bis fast schwarze Farbe, die in jeder Nuance die Kraft und Eleganz dieser Rebsorte widerspiegelt. Das Bukett ist äußerst intensiv und komplex, geprägt von Aromen dunkler Beeren, saftiger Kirschen, reifer Pflaumen, Tabak, Leder und gelegentlich zarten Anklängen von Kakao. Am Gaumen präsentieren sich die Aglianico-Weine kraftvoll und vollmundig, begleitet von dichten, gut strukturierten Tanninen, die ihnen eine beeindruckende Lagerfähigkeit verleihen. Die lebhafte Säure verleiht den Weinen Frische und unterstützt die komplexen Aromen. Der Abgang ist lang, anhaltend und von bemerkenswerter Komplexität, wobei sich die Aromen harmonisch entfalten und den Genuss zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.
Wie trinkt man einen Aglianico Rotwein?
Ein guter Aglianico verdient besondere Aufmerksamkeit. Bei einer Temperatur von 16-18°C entfaltet er seine Aromen am besten. Einige ältere Jahrgänge profitieren von einer Dekantierung, um eventuellen Bodensatz zu entfernen und den Wein zu belüften.
Wozu schmecken Aglianico Weine
Aglianico ist ein hervorragender Speisenbegleiter. Er harmoniert besonders gut mit:
- Gegrilltem Lamm oder Rind
- Wildgerichten wie Hirsch oder Wildschwein
- Reifen Käsesorten wie Pecorino oder Parmesan
- Pasta-Gerichten mit kräftigen Saucen, z. B. Ragù
Ausgezeichnete Aglianico Weingüter
Einige der besten Weingüter, die sich auf Aglianico spezialisiert haben, sind:
- Mastroberardino: Ein historisches Weingut, das maßgeblich zur Renaissance des Taurasi beigetragen hat.
- Feudi di San Gregorio: Ein modernes Weingut, das traditionelle Methoden mit Innovation verbindet.
- Cantina del Notaio: Ein Weingut in Basilikata, das für seinen Aglianico del Vulture bekannt ist.
Die bekanntesten Aglianico Rotweine
Aglianico hat einige hervorragende Weine hervorgebracht, die sich durch ihre einzigartigen Eigenschaften auszeichnen:
- Taurasi Riserva "Radici" von Mastroberardino: Dieser Wein gilt als Inbegriff für die Qualität des Aglianico. Er wird aus ausgewählten Trauben gewonnen und reift mehrere Jahre in Eichenfässern. Das Ergebnis ist ein kräftiger und komplexer Wein mit einem bemerkenswerten Alterungspotential. Seine Aromen von dunklen Beeren, Gewürzen und Tabak machen ihn zu einem wahren Genuss.
- Aglianico del Vulture "La Firma" von Cantina del Notaio: Dieser Wein aus der Basilikata besticht durch seine beeindruckende Tiefe und Mineralität, die er den vulkanischen Böden der Region verdankt. Mit seinen Noten von schwarzen Kirschen, Lakritze und mediterranen Kräutern ist er ein eindrucksvoller Ausdruck der Aglianico-Traube.
- Serpico Irpinia Aglianico von Feudi di San Gregorio: Dieser Wein ist nach dem berühmten amerikanischen Pianisten und Komponisten Peter Serpico benannt und repräsentiert die moderne Interpretation des Aglianico. Er zeichnet sich durch seine Fülle an Fruchtaromen aus, gepaart mit einer seidigen Textur und gut integrierten Tanninen.
Jeder dieser Weine zeigt auf seine Weise die Vielfalt und die außergewöhnlichen Eigenschaften der Aglianico-Traube. Ob kraftvoll und komplex oder elegant und modern, sie alle sind eindrucksvolle Beispiele italienischen Winzerhandwerks.
Häufige Fragen zu Aglianico
Wie schmeckt Aglianico?
Aglianico bietet Aromen von dunklen Beeren, Pflaumen und Tabak, mit kräftigen Tanninen und einer markanten Säure.
Wie trinkt man Aglianico?
Servieren Sie Aglianico bei 16-18°C und überlegen Sie, ihn zu dekantieren, um seine Aromen vollständig freizusetzen.
Ist ein Aglianico trocken?
Ja, Aglianico-Weine sind in der Regel trocken, mit einer markanten Säure.
Welcher Aglianico ist der beste?
Die Antwort variiert je nach persönlichem Geschmack, aber Taurasi Riserva von Mastroberardino ist oft hochgelobt.



