Rezept: Südtiroler Kasnockn

Südtiroler Kasnockn - mmmh, ein echter Genuss. Warum laut Tradition ausgerechnet bei diesem Rezept keine runden Knödel, sondern Nocken geformt werden, bleibt wohl im Vorborgenen. Unsere Vermutung: So lassen sich die Speckknödel von den Kasknödeln (Kasnockn) unterscheiden. Im Restaurant würde die Verwechslung mitunter zum perfekten Chaos führen - oder, nach Südtiroler Mundart: zu einem "Puff".
Rezept und Zubereitung
Zutaten
- 100 gKnödelbrot oder 2/3 Tage altes, schnittfestes Brot in Würfel aufgeschnitten
- 20 gZwiebel
- 15 gButter
- 80 gkräftigen Käse, zum Beispiel Bergkäse oder Südtiroler Graukäse (siehe Tipp)
- 2Eier
- 2 ELMehl
- 75 mlMilch
- Salz
- etwasgehackte Petersilie
- Außerdem zum Garnieren:
- 80 ggeschmolzene Butter
- geriebener Parmesan
- Schnittlauch in feine Röllchen gehackt
Zubereitung
- 1
Zunächst geben Sie das Knödelbrot in eine Schüssel. Alternativ können Sie auch ein schnittfestes Weißbrot in feine Würfeln schneiden. In Südtirol verwenden wir meist hart gewordene Semmeln, die einige Tage alt sind, und so gut durchgetrocknet und hart sind.
- 2
Hacken Sie die Zwiebel in feine Würfel und dünsten Sie sie in Butter an. Währenddessen schneiden Sie den Käse in kleine Würfel und geben ihn zum Knödelbrot.
- 3
Die Milch, die Eier, Petersilie und das Salz werden miteinander vermengt und untergerührt. In die Schüssel zum Brot und Käse gegeben sollte es eine feste, formbare Masse ergeben.
- 4
Lassen Sie die Knödelmasse für ca. 10 Minuten ruhen. Anschließend formen Sie mit den Händen ovale Nocken. Diese nun in Salzwasser ca. 15 Minuten sieden lassen, bis sie an der Wasseroberfläche schwimmen. Achtung! Das Wasser sollte nicht sprudeln, sonst zerfallen die Knödel.
- 5
Nehmen Sie die fertig gegarten Nocken mit der Schöpfkelle aus dem Salzwasser.
- 6
Servieren Sie die Kasnockn mit geschmolzener Butter, Parmesankäse und feingehacktem Schnittlauch. Dazu passt ein frischer Salat.
Tipp:
Graukäse ist eine Südtiroler Spezialität. Der sogenannte "Gesundheitskäse" wird aus Sauermilch gewonnen und ist daher besonders kalorien- und fettarm. Den Proteingehalt ist dafür umso höher!
Guten Appetit! Oder wie wir in Südtirol sagen: Mahlzeit!








